AKE Sitzung Februar 2019

AKE – Pumpspeicherwerke – 26. Februar 2019

Im Mittelpunkt der AKE-Sitzung vom 26. Februar 2019 stand das Thema Pumpspeicherwerke. Diese Speicher-Technologie steht derzeit nicht allzu hoch im Kurs, denn die Errichtung solcher Anlagen ist kostenintensiv und ihr Betrieb wirft in vielen Fällen nicht das ab, was in der Vergangenheit erwartet werden konnte. Zudem ist das Genehmigungsverfahren für Pumpspeicherwerke langwierig und nicht eben einfach. Diese Gegebenheiten sind höchst unerfreulich, denn mit Pumpspeicherwerken ließe sich ein guter Teil des Stromüberschusses aus Wind- und PV-Anlagen elegant und über Jahrzehnte hinweg sicher und zuverlässig speichern. Das Pumpspeicherwerk Glems zeigt deutlich die Langlebigkeit dieser Speichertechnologie, etwa im Vergleich zu Batterie-Speichern, die regelmäßig erneuert werden müssen.

Mit Herrn Manfred Kries hatte der AKE einen Referenten, der sich über die Jahre hinweg intensiv mit Pumpspeicherwerken beschäftigt hat. In seinen detaillierten Ausführungen verwies Herr Kries auf das vorhandene natürliche Potenzial für solche Anlagen auf der Basis der topographischen Gegebenheiten im Erms- und Echaz-Tal. Detaillierte Planungen hat Herr Kries für ein Pumpspeicherwerk in Eningen erstellt. Sein Ansatz geht jedoch weit über die traditionelle Funktion von Pumpspeicherwerken hinaus, denn bei entsprechender Planung von Ober- und Unterbecken könnten solche Anlagen auch wichtige Funktionen im Bereich des Hochwasserschutzes übernehmen. Wie die Starkniederschläge der letzten Jahre mit ihren immensen Schäden gezeigt haben, hat der Hochwasserschutz hohe Priorität. Und wenn man diese neue Funktionalität mit der traditionellen Funktion von Pumpspeicherwerken verknüpft, ergibt sich sozusagen eine „Win-Win-Situation“: Hochwasserschutz und Erzeugung von Strom aus regenerativen Quellen, ohne jegliche Emissionen!

Die Planungen von Herrn Kries weisen jedoch noch eine weitere innovative Dimension auf. Bekanntlich kann es auf der Schwäbischen Alb zu Engpässen bei der Löschwasserversorgung kommen. Was also läge näher als die Projektierung und Errichtung von Oberbecken auf der Albhochfläche, die diesen Zusatz-Nutzen haben?

Die anwesenden Mitglieder des AKE ließen sich von den Überlegungen von Herrn Kries überzeugen und es wurde beschlossen, ein entsprechendes Schreiben an das Umweltministerium von Baden-Württemberg zu richten. Dieses ist zuständig für den Bereich Energien, Stromspeicher und Hochwasserschutz.

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