Photovoltaik für Metzingen und das Ermstal

Rund 50 interessierte Metzinger fanden am 17. Oktober den Weg in die Büchereikelter und ließen sich in vier Impulsreferaten über das Thema Photovoltaik informieren. In der gemeinsamen Veranstaltung der Stadtbücherei und des AKE erhielten die Anwesenden zunächst grundlegende Information über den Stromverbrauch von Metzingen und welcher Anteil des Gesamtverbrauchs sich über Photovoltaik-Anlagen erzeugen ließe. Die Zahlen sprechen für sich: Etwa 13 % des Gesamtverbrauchs könnte von der Photovoltaik abgedeckt werden. Würden dann noch genügend Stromspeicher für den aus Sonnenenergie und Windkraft erzeugten Strom installiert werden, dann könnten knapp 42 % des Jahresstromverbrauchs umweltfreundlich erzeugt und zur Verfügung gestellt werden. Die im Referat vorgestellten Zahlen zeigten eindringlich, dass es in Metzingen für Photovoltaik und Batteriespeicher noch ein großes Ausbaupotenzial gibt.

Das zweite Impulsreferat ging zum einen auf die technische Seite der Photovoltaik ein und bot andererseits wichtige Hinweise zur Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaik-Anlage. Im Verlauf des Vortrages wurde deutlich, dass die stark gesunkenen Kosten für Photovoltaik-Module die deutlich reduzierte Vergütung für Solarstrom durchaus kompensieren können. Plant man eine Photovoltaik-Anlage mit Blick auf den Eigenverbrauch des erzeugten Stroms, dann ist die Rentabilität einer solchen Anlage noch günstiger. Durch den Einbau von Batteriespeichern lassen sich Erzeugungsspitzen puffern und der auf dem Dach erzeugte Strom kann auch dann verbraucht werden, wenn die Sonne nicht scheint und die Voltaik-Module keinen Strom erzeugen. Für die eigene Photovoltaik auf dem Dach gibt es auch diverse staatliche Zuschüsse. Eine Beispielrechnung machte deutlich, dass sich die eigene Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher in etwa 10 Jahren amortisiert hat. Fazit des zweiten Vortrags: Photovoltaik rechnet sich und trägt ganz wesentlich zur Energiewende und zum Klimaschutz bei. – Kontaktadresse: info@ruoff-solar.de

Neue Konzepte im Bereich Speicher standen im Mittelpunkt des dritten Impulsreferats. Durch die Einspeisung des überschüssigen von der Photovoltaik-Anlage erzeugten Stromes in eine sogenannte Speicher-Cloud lässt sich dieser höchst flexibel nutzen. Der z. B. in den Sommermonaten erzeugte Strom lässt sich durch die Cloud in den Wintermonaten nutzen, denn die Erzeuger bekommen den eingespeisten Strom Watt-Stunden genau zurück. Ein weiterer Vorteil der Speicher-Cloud ist, dass auch Verbraucher, die an einem anderen Ort wohnen, Strom aus der Cloud beziehen können. Die Speicher-Cloud ist somit hoch flexibel und nicht nur für Privathaushalte geeignet. Firmen und Stadtwerke können den von ihnen erzeugten Stromüberschuss einspeisen und ihn später in Spitzenverbrauchszeiten aus der Cloud beziehen, ganz ohne teure Spitzenlast-Tarife! – Kontaktadresse: info@senec-ies.com

Gegenstand des vierten Impulsreferats war ein detaillierter Überblick über die diversen Beratungsangebote für an der Installation einer Photovoltaik-Anlage Interessierte. Die Ausführungen zeigten eindrucksvoll, wie wichtig es ist, sich im Vorfeld über die Installation einer solchen Anlage zu informieren: Eignet sich das Dach meines Hauses für eine solche Anlage? Mit welchen Zuschüssen für die Installation kann ich rechnen? Wie groß ist die Entlastung bei meiner monatlichen Stromrechnung durch die Installation einer Photovoltaik-Anlage? Rechnet sich das alles? – Kontaktadresse: info@klimaschutzagentur-rt.de

Die zahlreichen Fragen der Anwesenden im Anschluss an jedes Referat und am Ende des Informationsabends zeigten deutlich, dass es in Metzingen ein reges Interesse am Thema Photovoltaik und Stromspeicher gibt. Bleibt zu hoffen, dass in den nächsten Monaten zahlreiche neue Anlagen installiert werden und Metzinger Bürger so ihren ganz persönlichen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz leisten.

Der AKE wird das Thema Strom aus regenerativen Quellen und innovative Speicherkonzepte Strom auf jeden Fall weiterverfolgen!

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